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Narzisstische Charakter-eigenschaften (wird noch ergänzt)

MIRRORING (Spiegeln)

Definition:

Unbewusste Imitation von Gestik, Sprachmuster oder Verhalten/Emotionalitäten eines Anderen.

Sind sich Menschen sympathisch und sind auf einer Wellenlänge, passiert dieses Spiegeln ganz natürlich und unbewusst durch Gestik, Mimik, Körpersprache, Übernahme von Eigenheiten usw.

NPSler haben gelernt ihre Umwelt bewusst zu spiegeln, um damit soziale Verbindungen und ein Verstehen ihrer Gefühlslage trotz fehlender Empathie herzustellen und setzen diesen Vorgang ein, um Verbindungen herzustellen.

Sie spiegeln grade am Anfang einer beginnenden Beziehung, in der Lovebombing-Phase, gerne den Seelenverwandten. Sie werden zum perfekten Traumpartner, der ewig fehlenden zweiten Hälfte. Einige sprechen sogar schon in den ersten Wochen oder Monaten von Heirat, Zukunft und Kindern.

Sie fühlen sich aber nur scheinbar wie der perfekte Traumpartner an.

Dieses Übernehmen der Vorstellungen des Partners gelingt ihnen leicht, wenn sie sich einen empathischen Partner suchen, der ihnen liebesbedürftig und offenherzig erzählt, was seine Wünsche Träume, Ängste und Wunden sind.

Deine Ängste und Wunden werden sie letztlich immer wieder bearbeiten und Dir auf negative Art und Weise vorspiegeln.

In der Hoovering/Lovebombing-Phase kann der NPSler deine Wünsche und Träume wiederspiegeln.

Beispiel:

Ein NPSler lernt eine Person kennen und beginnt vieles zu übernehmen, was diese tut, liebt und denkt. Er sammelt Infos, gleicht sie ab und scannt diese. Das heißt, er mag plötzlich dieselben Hobbies, denselben Kleidungsstil, dieselbe Musik, hat dieselben Ansichten und Ziele im Leben etc. Somit erweckt er beim Gegenüber Vertrauen und kann beeindrucken. Sie mimen damit den Seelenverwandten und schlüpfen in eine Rolle, da sie meist identitätslos sind.

>>> Spiegeln von Charaktereigenschaften, um sich mit dem Gegenüber identifizieren zu können. D.h. im Gegenüber werden eigene Anteile entdeckt und erkannt, die dem NPSler nicht bewusst sind, um wiederum einen Bezug zum wahrem Selbst zu bekommen. Ein perfektes Spiegelbild vom Gegenüber entsteht.

Übertragung

Die Übertragung ist eine Form des spiegelns. Sogenannte Tretminen/Flashbacks treten auf

>>> Der NPSler verfällt in Verhaltensmuster, die er aus Kindheitstagen kennt, welche Eigenanteile auslösen, mit denen der Gegenüber nicht direkt etwas zu tun hat. D.h. Verhaltensmuster werden übernommen und übertragen.

Beispiel :

Die NPSlerin wurde von ihrem Vater auf ihr Äußeres reduziert und entwertet. Kritisiert der Partner später ihr Äußeres : “Magst du mal wieder zum Friseur gehen?”, kann sie dies als Entwertung ihrer Selbst werten und verfällt ins damalige Verhaltensmuster, als der Vater sie kritisiert hatte.

Bei der Übertragnung geht es meistens um Erinnerungen an Kindheitstagen. Auslöser können Farben, Argumentationen, Gerüche, etc. sein.

Eine Übertragung ist jedoch keine Projektion!

Verwechslung

Negative Erfahrungen/Erinnerungen werden aus der Vergangenheit in die Gegenwart getragen.

Beispiel :

Die entwertende Mutter hatte immer eine goldene Brille mit auffälligen Steigbügeln getragen. Trägt der Gegenüber plötzlich die selbe auffällige Brille, denkt der NPSler, die Person sei genauso abwertend wie die Mutter.

>>> Assoziationen!

Man sollte Spiegelungen, Projektionen und Schuldumkehrung ganz klar differenzieren!

Spiegeln ist keine Projektion, sondern eine Reflektion, um sein Selbst (Emotionalität, Eigenschaften usw.) erkennen und wahrnehmen zu können.


Projektion = Ein projizieren von wahrem/falschem Selbst auf Andere.

Spiegelung = Ein reflektieren, um nicht verstandene Emotionen/Eigenschaften etc. wahrzunehmen und zu verstehen > Echo.


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